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CES 2021 / TELL ME HOW GASOLINE TASTES…

CES 2021. Aus bekannten Gründen diesmal auf das Substanzielle der digitalen Heilsbotschaften konzentriert. Auf den heimischen Screens die Botschaften über die Screens, die zukünftig den Blick auf die Zukunft verbessern sollen. Auf die Schnelle am ersten Internet-Messetag nicht zu erfahren, ob die neuen Technologien emotionale Fähigkeiten auch für den Heimgebrauch ausrollen werden. Aussagen zur Emotionalen Intelligenz von Fahrzeugen wurden bereits im Vorfeld gemacht und im Rahmen der CES vorgetragen. Man spricht vom Auto als dem dritten Ort, in dem Menschen neben Wohnung und Arbeitsplatz viel Zeit verbringen. Bezogen auf das Auto könnte das mit einem ‚verbringen müssen‘ ergänzt oder wenigstens fragend versehen werden. Der derzeit kommunizierte Trend sagt: Der Computer auf vier Rädern wird der Freund sein, der den/die Fahrer in seinem/ihren temporären und mobilen dritten Wohn- oder Aufenthaltsort begleitet und mit den Insassen auch die Gefühlswelt teilt. Gelegentlich auch -als ein Merkmal von einem Automobilhersteller hervorgehoben- während der Fahrt an den fälligen Geburtstagsanruf bei einem Bekannten/Freund erinnert, der ohne Auto hätte vergessen werden können. Das Fatale mit den Trends ist, dass sie fast unmerkbar entstehen. Wenn sie erfasst werden können, ist es für ein Produktangebot on time oft zu spät. Wenn auch die Umstände dramatisch sind, trotzdem ist Home-Office vermutlich ein Trend, der die Thesen zur Verweildauer in einem Kraftfahrzeug relativieren kann und wahrscheinlich auch wird. Die Sache mit dem vergessenen Geburtstag könnte sich dann als unpraktisch erweisen, wenn man zur Auffrischung der Erinnerung dafür extra in die Garage gehen müsste. Klar, die Cloud ist überall. Die Zunahme des Interesses an Wohnmobilen im vergangenen Jahr sollte auch nicht vergessen werden. Und als ‚Future-Option‘ noch der Gedanke, ob nicht eine Drop-Down-Facility für Drohnenabwürfe im Stau entdeckter Neuheiten das Verweilen im Mobile-Home noch kommoder machen könnte. Momentaufnahme: Die Argumente für das Fahren aus den analogen Zeiten verschieben sich vom steigenden Hubraum hin zur Größe der Displays. Mit der Erweiterung dieser Komfortzone versprechen Beratungsunternehmen zusätzliche Geschäftsfelder für die Autohersteller durch kommoden Zugriff auf digitale Angebote. Für Designer könnten und werden sich die Parameter tendenziell von der physischen Gestaltung der Fahrzeug-Innenräume zur Gestaltung des Imaginativen auf den Screens verschieben. Im Rahmen einer Electronic-Show CES ist das Vorweisen neuer Dimensionen angebracht. Im Jetzt der problematischen Mobilitäts-Situation dürfte das ‚mitfühlende Automobil‘ Perspektiven der qualitativen Veränderungen aufzeigen. Drängend aber ist die quantitative Veränderung hin zu nicht mehr auf Energie fossiler Herkunft gestützte Antriebe in Fahrzeugen, die in den Ballungsgebieten weniger Raum beanspruchen. Und damit auch Fahrzeit einsparen. Auf allen Screens der Spot von BMW zur CES mit einem Dialog eines iX und eines 750i zwischen gestern und heute (@CES Digital 2021). Da taucht auch die Frage nach dem Taste von Gasoline auf…

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Fotos: BMW AG, Mercedes Benz, Designers-Digest