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BFF/ PERSPEKTIVE SNAPSHOTS…

Das neue BFF-Magazin ist erschienen. Wie seine Vorgänger einem Thema gewidmet. Diesmal: PERSPEKTIVE SNAPSHOTS. Das Vorwort des Verbands-Vorstands ist der Frage nach der Verfallsgeschichte der Kreativwirtschaft gewidmet. Resumé im letzten Satz: Facettenreiche Recherche, Antworten zwischen Hochgefühl und Katerstimmung. Auf der Suche nach Antworten fragte man Professorin Dr.Sarah Jastram. Hier geht es um Konkurrenz oder Solidarität zwischen dem künstlerisch tätigen Einzelunternehmer. Um die Sicherung der künstlerischen Vielfalt im Alltag. Folgen von Globalisierung und Disruption. Chancen für die Besetzung von Geschäftsfeldern mit Ausrichtung auf altbewährte Qualität. Schutz durch die Gesetzgebung und daraus folgende Regulierung. Und zuletzt um einen neueren Trend: Kreativität als Effizienzmodell. Mike Meiré postuliert, dass Autoren im Bild präsent sein müssen. Sich einbringen, eine hidden agenda als Modulation ihrer Bild-Nachricht mit hineinschreiben. Nur so ist das bemerkenswerte und bemerkbare Bild von jenen zu unterscheiden, die als technische Dienstleistung hergestellt werden. Er verlangt nach etwas mehr, was auch immer das sein möge. Dann sei er auch bereit, Respekt zu zollen. Die Granden aus früheren Zeiten, Jacques Schumacher, F.C.Gundlach, Walter Schels und Thomas Billhardt: Jacques rät zur Trennung zwischen Beruflichem und Privatem. Übertragen heißt das: Beruflich ist man Experte und Gesprächspartner für Auftraggeber, nicht primär Künstler. Privat sollte man seinen Neigungen folgen und sie mit der Fotografie in Einklang bringen. Walter Schels vergleicht ein gutes Bild mit gutem Wein. Man sollte es liegen lassen können. Neben seinem Hinweis auf die Reize alter Techniken das Statement, dass man fotografieren wollen müsse, bereit, dafür auch Opfer zu bringen. Denn ‚Fotografie ist keine leichte Sache’.

Thomas Billhardt hebt die Bestimmung der Wertigkeit der Arbeit durch das Material hervor. Erzählt von der Wertschätzung ihm und seiner Arbeit gegenüber in seiner Zeit als Bürger der ehemaligen DDR. Er wurde gefragt, wie sich mit dem Alter der Blick auf die eigene Arbeit verändere. Der letzte Satz seiner Antworten: ‚Jetzt, da ich weiß, was ich bewirkt habe, habe ich ein viel größeres Selbstwertgefühl’.

Nicht abträglich, wirklich nicht und nur positiv: Obwohl sich ständig alles ändert, ist es in diesem Metier so wie immer: Alles ändert sich ständig. Die eine gültige Antwort gibt es nicht. Außer jener, die jeder für sich selbst finden und geben muss. Der Künstler/Fotograf hat zu entscheiden, an welcher Stelle er in diesem Prozess seinen Platz finden möchte (Statik) oder wie er sich prägend in diese Dynamik einbringt. Das Dilemma der Fotografie, immer im Spannungsfeld zwischen notwendigerweise gegebenem Objekt und künstlerischer Imagination zu stehen, wird sich nicht auflösen. Ich habe das früher noch ergänzt um den ‚Kampf gegen Zeit und Schwerkraft’. Das ist dank Photoshop und CGI zwischenzeitlich relativiert.  Und am Credo des BFF hat sich letztlich ja auch nichts geändert: Bilder entstehen im Kopf… (oder im Vorbeigehen mit dem Smartphone).

Noch einige Bilder/ Ausschnitte aus dem aktuellen Magazin / mit freundlicher Genehmigung des BFF

 

Werner Deisenroth

Unschärfe in der Bestandsaufnahme, weil es viele Fragen gibt. Aber nicht die eine Antwort….

 

Das Verzeichnis der Mitglieder – das sind die Autoren, die ständig auf der Suche nach Antworten sind…
Die sich selbst erfüllende Prophezeiung – wenn man bereit ist, daran zu glauben…
Quantität versus Qualität…
Stichworte…
Erinnern Sie sich noch? Die Frau mit dem Sonnenschirm…
Die Auswahl – Teil des Ganzen…
Thomas Billhardt…
Jacques Schumacher und Walter Schels, zwei Konzepte, ein Prinzip…
Der Titel als Antwort auf die vielen Fragen. Auf dem Foto die Botschafter aus einer Zeit, in der alles anders gewesen sein soll…
Professorin Dr.Sarah Jastram / Institutionelles…